Prednisolon-Tabletten: Wirkung, Anwendung und Dosierung

Prednisolone
Generic:
Prednisolon
Anwendungsgebiete:
Allergie Asthma Osteoarthritis
Ähnliche Präparate:
Prednisone Methylprednisolone Dexamethasone Hydrocortisone Deflazacort Budesonide Triamcinolone Betamethasone Orapred Prelone Medrol
Prednisolon ist ein synthetisches Glukokortikoid zum Einnehmen, das Entzündungen hemmt und überschießende Immunreaktionen dämpft. Wir bieten Prednisolon-Tabletten in den Stärken 5 mg, 10 mg, 20 mg und 40 mg sowie in verschiedenen Packungsgrößen an.
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Dosierungen

Prednisolone 5 mg

Menge Preis pro Tablette Sie sparen Gesamtpreis
10 €5,50 - €55,04
20 €3,10 €48,16 €61,92
30 €2,29 €96,32 €68,80
60 €1,28 €253,70 €76,54
90 €0,93 €411,94 €83,42
120 €0,80 €564,16 €96,32
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Prednisolone 10 mg

Menge Preis pro Tablette Sie sparen Gesamtpreis
10 €5,42 - €54,18
20 €3,01 €48,16 €60,20
30 €2,24 €95,46 €67,08
60 €1,22 €251,98 €73,10
90 €0,94 €403,34 €84,28
120 €0,85 €547,82 €102,34
180 €0,74 €842,80 €132,44
270 €0,67 €1.283,12 €179,74
360 €0,57 €1.746,66 €203,82

Prednisolone 20 mg

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10 €5,59 - €55,90
20 €3,10 €49,88 €61,92
30 €2,26 €99,76 €67,94
60 €1,22 €262,30 €73,10
90 €1,12 €402,48 €100,62
120 €0,93 €559,00 €111,80
180 €0,81 €860,86 €145,34
270 €0,66 €1.330,42 €178,88
360 €0,54 €1.817,18 €195,22

Prednisolone 40 mg

Menge Preis pro Tablette Sie sparen Gesamtpreis
10 €5,93 - €59,34
20 €3,18 €55,04 €63,64
30 €2,32 €108,36 €69,66
60 €1,32 €276,92 €79,12
90 €1,09 €436,02 €98,04
120 €0,98 €594,26 €117,82
180 €0,81 €921,92 €146,20
270 €0,63 €1.431,04 €171,14
360 €0,57 €1.929,84 €206,40

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Markennamen

Auch bekannt als (nach Land):
LandMarkennamen
Deutschland
Decortin H

FAQ

Nicht unbedingt. Farbe, Form, Größe, Bruchkerbe und Prägung können sich je nach Hersteller und Packung unterscheiden. Entscheidend sind die Angaben auf der Packung: Wirkstoff Prednisolon, Stärke, Darreichungsform und Verfalldatum.

Bewahren Sie Prednisolon-Tabletten bei 20 °C bis 25 °C in einem fest verschlossenen Behälter auf. Schützen Sie sie vor Feuchtigkeit, Hitze und Licht und lagern Sie sie außerhalb der Reichweite von Kindern. Nicht im feuchten Badezimmer oder in direkter Sonne aufbewahren.

In der Schwangerschaft sollte Prednisolon nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden, insbesondere bei höheren Dosen oder längerer Behandlung. Prednisolon geht in die Muttermilch über; bei höheren Dosen oder längerer Anwendung sind Einnahmezeitpunkt, Behandlungsdauer und mögliche Überwachung des Säuglings ärztlich zu beurteilen. Schwangerschaft und Stillzeit erfordern daher getrennt eine individuelle Abklärung.

Beschreibung

Prednisolon ist ein synthetisches Glukokortikoid zum Einnehmen. Es hemmt Entzündungen, dämpft überschießende Immunreaktionen und wird bei unterschiedlichen entzündlichen, allergischen und immunologisch bedingten Erkrankungen eingesetzt. Die passende Dosis und Behandlungsdauer hängen stark von der Erkrankung und der individuellen Situation ab. Dieser Überblick erläutert Wirkung, Anwendung, Risiken und die wichtigsten Unterschiede zu verwandten Wirkstoffen.

Was ist Prednisolon?

Prednisolon gehört zu den Kortikosteroiden und innerhalb dieser Arzneimittelgruppe zu den Glukokortikoiden. Es ahmt Wirkungen des körpereigenen Hormons Cortisol nach, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Als Tablette zum Einnehmen wirkt Prednisolon systemisch, also im gesamten Körper. Darin unterscheidet es sich von örtlich angewendeten Kortikosteroiden wie bestimmten Cremes, Nasensprays oder Inhalationspräparaten.

Wir bieten Prednisolon-Tabletten in den Stärken 5 mg, 10 mg, 20 mg und 40 mg an. Die verschiedenen Stärken erleichtern die ärztlich festgelegte Dosierung und gegebenenfalls eine schrittweise Dosisreduktion. Welche Tablettenstärke und Packungsgröße geeignet ist, richtet sich jedoch nicht allein nach der Erkrankung, sondern auch nach Dosis, Behandlungsdauer und dem verordneten Einnahmeplan.

Wirkmechanismus und klinische Bedeutung

Prednisolon gelangt in die Körperzellen und bindet dort an Glukokortikoidrezeptoren. Der entstandene Komplex beeinflusst die Aktivität zahlreicher Gene. Dadurch werden unter anderem entzündungsfördernde Botenstoffe vermindert und bestimmte Funktionen von Immunzellen gedämpft. Daraus ergeben sich drei eng verbundene Wirkungen: Prednisolon wirkt entzündungshemmend, immundämpfend und antiallergisch.

Die Wirkung setzt nicht bei jeder Erkrankung gleich schnell ein. Erste Veränderungen können je nach Indikation innerhalb von Stunden bemerkbar werden, während eine deutliche klinische Besserung auch mehrere Tage benötigen kann. Wie stark und wie schnell Prednisolon wirkt, hängt unter anderem von der Dosis, der Art der Entzündung und der bisherigen Behandlung ab.

Systemische Glukokortikoide sind seit Langem etabliert und für zahlreiche Anwendungsgebiete gut untersucht. Ihr Nutzen muss dennoch stets gegen dosis- und zeitabhängige Risiken abgewogen werden. Eine höhere Dosis oder längere Behandlung erhöht nicht automatisch den Nutzen, kann aber die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Wirkungen deutlich steigern.

Wofür wird Prednisolon eingesetzt?

Prednisolon-Tabletten kommen infrage, wenn eine systemische entzündungshemmende oder immundämpfende Behandlung erforderlich ist. Mögliche Anwendungsgebiete sind:

  • akute Verschlechterungen von Asthma oder anderen entzündlichen Atemwegserkrankungen, wenn eine örtliche Behandlung allein nicht ausreicht;
  • schwere allergische Reaktionen als Teil eines ärztlich festgelegten Behandlungskonzepts;
  • entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis;
  • bestimmte Autoimmun- und Bindegewebserkrankungen;
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen;
  • ausgewählte Blut-, Nieren-, Haut- und neurologische Erkrankungen;
  • immundämpfende Behandlungen nach einer Transplantation, üblicherweise zusammen mit weiteren Arzneimitteln.

Prednisolon behandelt dabei meist nicht die eigentliche Ursache der Grunderkrankung. Es begrenzt die Entzündungs- oder Immunreaktion und kann dadurch Beschwerden lindern und entzündungsbedingte Gewebeschäden verringern. Bei einer schweren allergischen Sofortreaktion ersetzt es keine akute Notfallbehandlung mit den dafür vorgesehenen Arzneimitteln.

Inhaltsstoffe und Darreichungsform

Der Wirkstoff der angebotenen Tabletten ist Prednisolon. Die Tabletten sind zur Einnahme über den Mund bestimmt und enthalten je nach gewählter Stärke 5 mg, 10 mg, 20 mg oder 40 mg Prednisolon. Sonstige Bestandteile können sich zwischen konkreten Präparaten unterscheiden. Bei bekannten Unverträglichkeiten oder Allergien ist deshalb die Packungsbeilage des tatsächlich gelieferten Präparats zu prüfen.

Ob eine Tablette geteilt werden darf, hängt von ihrer konkreten Ausführung und einer gegebenenfalls vorhandenen funktionalen Bruchkerbe ab. Eine Bruchlinie dient nicht bei jedem Präparat automatisch dazu, gleich große Dosen herzustellen. Maßgeblich sind die Angaben in der jeweiligen Packungsbeilage.

Allgemeine Dosierungs- und Einnahmeprinzipien

Die Prednisolon-Dosis unterscheidet sich erheblich nach Erkrankung, Schweregrad, Alter, Körpergewicht, Begleiterkrankungen und Reaktion auf die Behandlung. Allgemeine Informationen können daher keinen persönlichen Einnahmeplan ersetzen. Die verordnete Dosis sollte weder eigenständig erhöht noch vorzeitig reduziert werden.

  • Bei akuten Erkrankungen wird mitunter zunächst eine höhere Dosis eingesetzt und nach Stabilisierung schrittweise reduziert.
  • Bei länger dauernden Behandlungen wird gewöhnlich die niedrigste noch ausreichend wirksame Dosis angestrebt.
  • Eine einmal tägliche Dosis wird häufig morgens eingenommen, weil dies dem natürlichen Tagesrhythmus der körpereigenen Cortisolausschüttung näherkommt.
  • Die Einnahme mit oder unmittelbar nach einer Mahlzeit kann Magenbeschwerden vermindern.
  • Bei Kindern wird die Dosis häufig anhand von Körpergewicht oder Körperoberfläche berechnet. Wachstum und Entwicklung müssen bei längerer Anwendung überwacht werden.

Nach einer längeren Behandlung darf Prednisolon normalerweise nicht plötzlich abgesetzt werden. Die Therapie kann die körpereigene Cortisolproduktion unterdrücken, sodass ein abruptes Ende eine Nebennierenrindeninsuffizienz oder ein Wiederaufflammen der Erkrankung auslösen kann. Ob und wie ausgeschlichen werden muss, richtet sich nach Dosis, Behandlungsdauer und individueller Situation.

Wurde eine Dosis vergessen, sollte nicht ohne ausdrückliche Anweisung die doppelte Menge eingenommen werden. Das weitere Vorgehen richtet sich nach dem verordneten Schema und der Packungsbeilage. Bei Unsicherheit sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.

Elimination und Halbwertszeit

Prednisolon wird nach dem Einnehmen rasch aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die Verstoffwechselung erfolgt überwiegend in der Leber; die Abbauprodukte werden hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit beträgt nur wenige Stunden, die biologische Wirkung im Gewebe hält jedoch deutlich länger an und liegt typischerweise im Bereich von etwa 12 bis 36 Stunden.

Dieser Unterschied erklärt, weshalb bei vielen Behandlungsschemata eine einmal tägliche Einnahme möglich ist, obwohl der Blutspiegel bereits früher absinkt. Leber- oder Nierenerkrankungen sowie Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sollten ärztlich berücksichtigt werden; eine Dosisänderung darf daraus nicht eigenständig abgeleitet werden.

Wichtige Hinweise vor und während der Behandlung

Vor einer systemischen Prednisolon-Behandlung sollten bestehende Erkrankungen und Infektionen sowie alle eingenommenen Arzneimittel bekannt sein. Besondere Aufmerksamkeit ist unter anderem bei Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose, Glaukom, Magen-Darm-Geschwüren, psychischen Erkrankungen, Epilepsie, Herzschwäche und schweren Lebererkrankungen erforderlich.

Prednisolon kann Infektionszeichen abschwächen und die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Fieber, starke Halsschmerzen, anhaltender Husten, Schmerzen beim Wasserlassen oder eine schlecht heilende Wunde sollten deshalb nicht ignoriert werden. Nach Kontakt mit Windpocken oder Masern ist bei fehlender Immunität rascher ärztlicher Rat wichtig, insbesondere unter einer höheren immundämpfenden Dosis.

Bei Diabetes kann Prednisolon den Blutzucker erhöhen und eine Anpassung der antidiabetischen Behandlung erforderlich machen. Bei längerer Anwendung können außerdem Blutdruck, Gewicht, Knochen, Augen und Elektrolyte kontrolliert werden. Welche Untersuchungen notwendig sind, hängt von Dosis, Dauer und persönlichen Risikofaktoren ab.

Während der Schwangerschaft, besonders im ersten Drittel, soll Prednisolon nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden. Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über. Niedrige Dosen können häufig mit dem Stillen vereinbar sein; bei höheren Dosen oder längerer Behandlung ist eine individuelle ärztliche Beurteilung erforderlich.

Prednisolon beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit nicht zwangsläufig. Treten jedoch verschwommenes Sehen, Schwindel, Verwirrtheit, starke Unruhe oder andere psychische Veränderungen auf, sollten Betroffene nicht fahren und keine Maschinen bedienen, bis die Beschwerden abgeklärt oder abgeklungen sind.

Gegenanzeigen und Situationen mit besonderer Vorsicht

Prednisolon darf nicht eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen Prednisolon oder einen Bestandteil der jeweiligen Tablette bekannt ist. Bei einer medizinisch notwendigen Kurzzeitbehandlung können andere Gegenanzeigen anders bewertet werden als bei einer langfristigen Therapie. Deshalb ist die Packungsbeilage des konkreten Präparats maßgeblich.

Unbehandelte systemische Infektionen können sich unter einer immundämpfenden Behandlung verschlechtern. Auch aktive oder zurückliegende Tuberkulose, Magen-Darm-Geschwüre, schwere Osteoporose, bestimmte Augenerkrankungen und ausgeprägte psychische Erkrankungen erfordern eine sorgfältige Abwägung. Eine allgemeine Allergieneigung ist dagegen nicht mit einer Überempfindlichkeit gegen Prednisolon gleichzusetzen.

Lebendimpfstoffe können während einer ausreichend hoch dosierten immundämpfenden Behandlung ungeeignet sein. Impfungen sollten daher mit der behandelnden Praxis abgestimmt werden. Das gilt auch für geplante Operationen, schwere Infektionen oder andere erhebliche körperliche Belastungen, weil nach längerer Behandlung vorübergehend eine zusätzliche Glukokortikoidgabe erforderlich sein kann.

Wechselwirkungen

Prednisolon kann die Wirkung anderer Arzneimittel verändern oder selbst durch sie beeinflusst werden. Medizinisch wichtige Beispiele sind:

  • nichtsteroidale entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac, weil das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und Blutungen steigen kann;
  • blutzuckersenkende Arzneimittel, deren Wirkung durch einen erhöhten Blutzucker teilweise abgeschwächt werden kann;
  • kaliumausscheidende Diuretika, bestimmte Abführmittel und andere Mittel, die einen niedrigen Kaliumspiegel begünstigen;
  • Gerinnungshemmer, deren Wirkung sich verändern kann und gegebenenfalls kontrolliert werden muss;
  • starke Enzymhemmer wie bestimmte Azol-Antimykotika oder einige antivirale Arzneimittel, die die Prednisolon-Wirkung verstärken können;
  • Enzyminduktoren wie Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin oder Johanniskraut, die die Wirkung abschwächen können;
  • Immunsuppressiva und Lebendimpfstoffe, bei denen zusätzliche Infektions- oder Impfstoffrisiken bestehen können.

Regelmäßiger Alkoholkonsum kann zusammen mit Prednisolon die Magenschleimhaut zusätzlich belasten. Alle verschreibungspflichtigen und frei verkäuflichen Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate sollten deshalb bei der ärztlichen Verordnung und in der Apotheke genannt werden.

Nebenwirkungen erkennen und richtig reagieren

Art und Häufigkeit der Nebenwirkungen hängen besonders von Dosis und Behandlungsdauer ab. Bei einer kurzen Behandlung können unter anderem gesteigerter Appetit, Magenbeschwerden, Schlafstörungen, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen und ein vorübergehender Anstieg des Blutzuckers auftreten. Bei längerer oder wiederholter Anwendung nehmen Risiken wie Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Bluthochdruck, Muskelschwäche, dünnere Haut, verzögerte Wundheilung, Osteoporose, Augenveränderungen und erhöhte Infektanfälligkeit zu.

Häufige und ernste Nebenwirkungen

Eine plötzliche Sehverschlechterung, starke oder anhaltende Bauchschmerzen, schwarzer Stuhl, Bluterbrechen, deutliche Muskelschwäche, schwere Infektionszeichen oder ausgeprägte psychische Veränderungen erfordern rasche ärztliche Abklärung. Bei Atemnot, Schwellung von Gesicht oder Rachen, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsstörungen oder anderen akut lebensbedrohlichen Symptomen ist sofort der Rettungsdienst unter 112 zu verständigen.

Auch neue depressive Gedanken, starke Erregung, Halluzinationen oder ein ungewöhnlich gehobener beziehungsweise enthemmter Zustand können mit systemischen Glukokortikoiden zusammenhängen. Solche Veränderungen sollten nicht als bloße Befindlichkeitsstörung abgetan werden.

Überdosierung und Einnahmefehler

Die möglichen Folgen einer Überdosierung hängen von der eingenommenen Menge, der üblichen Tagesdosis, Begleiterkrankungen und der Dauer der zu hohen Einnahme ab. Akut können unter anderem Unruhe, Magenbeschwerden, Blutdruck- oder Blutzuckeranstieg und Elektrolytveränderungen auftreten. Eine über längere Zeit zu hohe Dosis kann typische Glukokortikoid-Nebenwirkungen erheblich verstärken.

Nach einer deutlich zu hohen Einnahme, bei Einnahme durch ein Kind oder bei Beschwerden sollte umgehend ärztlicher Rat beziehungsweise der zuständige Giftnotruf eingeholt werden. Die Packung, die Tablettenstärke, die vermutete Menge und der Zeitpunkt der Einnahme sollten bereitgehalten werden. Bei Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, schwerer Atemnot oder Kreislaufproblemen ist sofort 112 anzurufen.

Verschreibungspflicht und unsere Bestellbedingungen

Prednisolon-Tabletten zur systemischen Anwendung sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Diese gesetzliche Einstufung auf dem deutschen Arzneimittelmarkt ist von unserer eigenen Bestellrichtlinie zu unterscheiden.

Für eine Bestellung dieses Produkts verlangen wir derzeit keine vorherige Rezeptvorlage. Diese Bestellbedingung ändert weder die deutsche Verschreibungspflicht noch die Notwendigkeit einer fachgerechten Beurteilung von Indikation, Dosis und Behandlungsdauer. Prednisolon sollte nicht allein anhand allgemeiner Produktinformationen zur Selbstbehandlung eingesetzt werden.

Unser Support ist rund um die Uhr per E-Mail und Online-Chat erreichbar. Bei pharmazeutischen Fragen kann außerdem unser Apotheker hinzugezogen werden. Eine persönliche Diagnose oder die Festlegung eines individuellen Behandlungsschemas kann unser Support jedoch nicht ersetzen.

Aufbewahrung und Entsorgung

Prednisolon-Tabletten sind bei 20 °C bis 25 °C in einem fest verschlossenen Behälter sowie vor Feuchtigkeit, Hitze und Licht geschützt aufzubewahren. Wegen der häufigen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ist ein Badezimmerschrank meist ungeeignet. Das Arzneimittel muss außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Nach Ablauf des auf der Packung angegebenen Verfalldatums dürfen die Tabletten nicht mehr verwendet werden. Arzneimittel gehören nicht in die Toilette oder das Waschbecken. In Deutschland ist die Entsorgung in vielen Gemeinden über den Restmüll vorgesehen, sofern dieser verbrannt wird; örtliche Vorgaben können jedoch abweichen. Auskunft geben die kommunale Abfallberatung oder eine Apotheke, die Arzneimittel zurücknimmt.

Nutzen und Grenzen

Prednisolon kann starke Entzündungs- und Immunreaktionen wirksam und vergleichsweise rasch begrenzen. Das ist besonders wertvoll, wenn eine Erkrankung Organe gefährdet, erhebliche Beschwerden verursacht oder auf örtliche Maßnahmen nicht ausreichend anspricht. Die Tablettenform ermöglicht eine systemische Behandlung ohne Injektion und die angebotenen Stärken erlauben eine differenzierte Dosierung.

Dem stehen dosis- und zeitabhängige Risiken gegenüber. Besonders bei längerer Anwendung können Stoffwechsel, Knochen, Haut, Augen, Muskeln, Psyche und Infektionsabwehr beeinträchtigt werden. Deshalb gilt häufig das therapeutische Prinzip, die niedrigste wirksame Dosis so kurz wie medizinisch vertretbar einzusetzen. Eine Besserung bedeutet außerdem nicht automatisch, dass die Grunderkrankung geheilt ist.

Generika und therapeutische Alternativen

Prednisolon ist der Wirkstoffname. Generische Prednisolon-Präparate enthalten denselben Wirkstoff in derselben Stärke und Darreichungsform, können sich aber bei Hilfsstoffen, Tablettenaussehen und Packungsgröße unterscheiden. Ein anderes Kortikosteroid ist dagegen kein Generikum, sondern eine therapeutische Alternative mit eigenen Eigenschaften.

WirkstoffTypische WirkdauerEinordnung
Hydrocortisonkurzstärkere mineralokortikoide Wirkung; wichtig bei der Hormonersatztherapie
Prednisolonmittellangbreit eingesetztes systemisches Glukokortikoid
Prednisonmittellangwird im Körper in Prednisolon umgewandelt
Methylprednisolonmittellangstärker glukokortikoid und schwächer mineralokortikoid als Hydrocortison
Dexamethasonlangsehr stark glukokortikoid, kaum mineralokortikoid
Betamethasonlangstark und lang anhaltend glukokortikoid

Die Wirkstoffe sind nicht ohne Dosisumrechnung austauschbar. Auch andere Darreichungsformen wie Inhalationspräparate, Cremes oder Injektionen sind nicht mit einer Prednisolon-Tablette gleichzusetzen: Sie können andere Gewebe erreichen, anders dosiert werden und ein anderes Nebenwirkungsprofil besitzen. Die Wahl richtet sich nach Erkrankung, gewünschter Wirkstärke und Wirkdauer, Begleiterkrankungen sowie individueller Verträglichkeit.

Medizinisch geprüft von
Jennifer Bowles
Pharmakologin
Aktualisiert 14. August 2026

Arzneimittel-Spezifikationen

WirkstoffPrednisolon
ArzneimittelklasseKortikosteroid
DarreichungsformTablette
Verfügbare Stärken5 mg, 10 mg, 20 mg, 40 mg
AnwendungZum Einnehmen
AufbewahrungBei 20 °C bis 25 °C in einem fest verschlossenen Behälter, vor Feuchtigkeit, Hitze und Licht geschützt lagern.
ATC-CodeH02AB06

Regulatorische Informationen

Deutschland: Arzneimittelstatus von Prednisolon
ZulassungsstatusFür das nicht näher bezeichnete Prednisolon-Tablettenprodukt kann anhand der vorliegenden Angaben keine konkrete deutsche Zulassung oder Zulassungsinhaberin bestätigt werden.
VerschreibungspflichtPrednisolon zur systemischen Anwendung als Tablette ist in Deutschland verschreibungspflichtig.
ErstattungVerschreibungspflichtige Prednisolon-Arzneimittel können bei medizinischer Indikation zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden; die Erstattung richtet sich nach der Verordnung und den geltenden Arzneimittelrichtlinien.
Fach- und GebrauchsinformationDie verbindliche Fach- und Gebrauchsinformation eines konkret zugelassenen Präparats ist im Arzneimittelinformationssystem von PharmNet.Bund abrufbar.
SicherheitsüberwachungVerdachtsfälle von Nebenwirkungen werden in Deutschland im Rahmen der Pharmakovigilanz überwacht und können über Ärztinnen, Ärzte oder Apotheken an das BfArM gemeldet werden.

Weitere Informationen